Was tun, um gut gelaunt den Tag zu beginnen?
Auf diese Frage hin wurde den Teilnehmern ines Seminar für Persönlichkeitsentwicklung, folgende Übung nahegelegt:
Jeden Morgen solten wir uns lächelnd vor dem Spiegel fünf Minuten lang Komplimente machen und dies über einen Zeitraum von 40 Tagen praktizieren. Mit dieser Übung sollten wir lernen, uns selbst bedingungslos anzunehmen und gleich morgens, aufgetankt mit Liebenswürdigkeiten die wir uns selber gaben, den Tag in Hochstimmung zu beginnen. Gut gelaunt lassen sich die Tagesanforderungen leichter bewältigen, der Stress nimmt ab und das Leben wird harmonisch und ausgeglichen.
Nach 40 fleißigen Tagen vor dem Spiegel, würden wir merken, dass die Komplimente die wir uns selber geben, ins Unterbewusstsein sinken. Immer, wenn wir uns in einem Spiegel sehen, und sei es nur in einer Spiegelung eines Schaufensters, verbinden wir unsere Persönlichkeit, mit angenehmen Gedanken. Negative Eigenschaften verschwinden oder treten in den Hintergrund und die positiven treten hervor. Täglich neu in das Gedächtnis gerufen, können sie nach und nach einen Menschen komplett verwandeln.
Ich fand, das Ergebnis höre sich gut an, aber morgens fünf Minuten vor dem Spiegel stehen und mir selbst Komplimente machen, fand ich sehr befremdend. Ich kam mir vor meinem Spiegelbild ziemlich dumm vor und hatte mir auch nichts zu sagen. Komplimente über mich wollten mir beim besten Willen nicht einfallen. Ich stand vor dem Spiegel, gaffte mich an und fand mich so abgrundtief albern, dass ich die Übung nach wenigen Tagen aufgab und vor mich herschob. Wie es meinen Seminarkollegen mit dieser Übung erging, habe ich nie erfahren. Ob diese die Übung immer noch praktizieren?
Irgendwann, so sagte ich mir, würde ich es nocheinmal probieren.
Über ein Jahr ist seitdem vergangen, als ich beim Stöbern im Internet zufällig wieder diese Übung fand. Ich beschloss, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen war, die Übung nachzuholen und diesesmal werde ich 40 Tage durchhalten.
Wie es mir mit dieser Übung geht, was ich erlebe und erfahre, berichte ich in einem neuen Beitrag.
Wenn Sie diese Übung kennen und sie ebenfalls angewendet haben, freue ich mich über einen Kommentar!